Impfungen

In Deutschland gibt es ein Expertengremium, das regelmäßig über die Notwendigkeit und den Nutzen bewährter, aber auch neuer Impfstoffe berät und Impfempfehlungen ausspricht. Es handelt sich um die Ständige Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch Institut. Jährlich werden Aktualisierungen veröffentlicht, die Sie auf den Internetseiten des Robert Koch-Instituts bzw. der Ständigen Impfkommission nachlesen können. Dort finden Sie auch weiterführende Informationen rund um das Thema „Impfen“: www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/impfen_node.html oder http://www.stiko.de/

Impfung gegen Grippe (Influenza) in der Schwangerschaft

Die wichtigsten Fakten zu Influenza und Schwangerschaft auf einen Blick


Die Impfung gegen saisonale Grippe (Influenza) ist ausdrücklich in der Schwangerschaft empfohlen!

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt allen werdenden Müttern, sich ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel (2. Trimenon) gegen Influenza impfen zu lassen. Schwangere, die durch ein Grundleiden, wie beispielsweise Asthma, Diabetes oder Bluthochdruck gesundheitlich erhöht gefährdet sind, sollten sich laut STIKO-Empfehlung, bereits im ersten Schwangerschaftsdrittel (1. Trimenon) gegen Grippe immunisieren lassen.

Da es sich nicht um einen Lebendimpfstoff, sondern um einen Totimpfstoff handelt, ist eine Influenza-Impfung während der Schwangerschaft unbedenklich. Die Influenza-Impfung schützt sicher vor einer Infektion mit den Virus-Stämmen, deren Antigene in der Impfung enthalten waren.

Die Immunität, die eine Schwangere durch eine Impfung erworben hat, gibt sie durch den gemeinsamen Blutkreislauf vor der Geburt an ihr Baby weiter. Säuglinge von Müttern, die gegen Influenza geimpft sind, erkranken deutlich seltener an Influenza.

Alle empfohlenen Impfungen werden von uns auf Kosten der Krankenkasse durchgeführt. Die neueste Impfempfehlung besagt, dass auch die Jungen zwischen 9. und 14. Lebensjahr gegen HPV (auch der Verursacher des Gebärmutterhalskrebses) geimpft werden sollen.

 

Nebenwirkungen von Impfungen:

Die Impfstoffe, die heutzutage verwendet werden, sind alle sehr sicher und haben kaum Nebenwirkungen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) bewertet sorgfältig sämtliche Impfungen im Hinblick auf Nutzen und Risiken und gibt entsprechende Empfehlungen heraus. Mögliche Nebenwirkungen – in Form von sogenannten Impfreaktionen – können jedoch vorkommen. Die häufigsten Nebenwirkungen sind Rötungen und Schmerzen an der Einstichstelle, die z. T. einige Tage andauern können. Als weitere Nebenwirkungen können auch Allgemeinreaktionen wie Müdigkeit, Kopfschmerzen oder auch leichtes Fieber auftreten. Impfreaktionen klingen in der Regel nach wenigen Tagen ohne irgendeine Behandlung von allein völlig ab.

Eine moderate Impfreaktion ist im Grunde ein harmloses Signal des Körpers. Sie kann als spürbares Anzeichen dafür gewertet werden, dass die Impfung wirkt und es zu einer erwünschten Auseinandersetzung des Immunsystems mit dem Impfstoff kommt.

Schwerwiegende Komplikationen – sogenannte unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) – treten nach Impfungen nur äußerst selten auf. Angaben zu Art und Häufigkeit der UAW finden sich in der Fachinformation des jeweiligen Impfstoffs. Informationen zur Sicherheit von Impfungen finden Sie auch auf den Internetseiten der Ständigen Impfkommission (STIKO) und des Paul-Ehrlich-Instituts (www.pei.de), das für die Überwachung von Impfstoffen in Deutschland zuständig ist. Insgesamt sind schwere Impfreaktionen seltener als mögliche Folgen einer nicht verhinderten Erkrankung.